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Projektbeispiel: „Sonnenhügel“ an der Heerstraße

Das Projekt

Das in West-Staaken im ehemaligen Grenzgebiet gelegene Grundstück mit einer Fläche von ca. 8 Hektar war mit Behelfsbauten aus der Zeit des 2. Weltkriegs für ausgebombte Berliner und mit einzelnen Wochenendhäusern bebaut. Mit zunehmender Auflassung der Gebäude eroberte die Natur das Gelände langsam zurück.

Die städtebauliche Entwicklung (Architektin Kristina Göllner) und das Bebauungsplanverfahren wurden von der Stadthaus Gesellschaft für innovativen Wohnungs- und Städtebau mbH betrieben.

Mit den Verhandlungen zum Städtebaulichen Vertrag und der Abstimmung des dazu zugehörenden Erschließungsvertrages übernahm die L S H die Steuerung des Erschließungsprojekts. Neben den Verhandlungen von Investorenverträgen mit den Ver- und Entsorgungsunternehmen gehörte dazu die Einbindung der Belange von Natur- und Artenschutz in das Gesamtprojekt.

Durchführung

Auf der Basis der Kostenermittlung der L S H beschloss der zuständige Gemeindekirchenrat Anfang 2009 die Durchführung des Projekts. Daraufhin konnten wir im selben Jahr noch vor Beginn der Brutzeit den Abriss der brachliegenden Gebäude, die Freimachung der Straßentrassen und das Abschieben des Oberbodens ausschreiben, vergeben und durchführen lassen.

Die Leistungspakete Private ökologische Ausgleichsflächen, Grobplanum sowie Leitungsgräben, Kanal- und Druckwasserleitungsbau und Straßenbau wurden im öffentlichen Vergabeverfahren, teilweise gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben, im Frühjahr 2009 ausgeschrieben. Um dem Artenschutz (Vorkommen von Zauneidechsen) gerecht zu werden, wurden wesentliche Teile der ökologischen Ausgleichsflächen bereits vor dem Grobplanum für die Straßentrassen hergestellt.

Die Erschließungsbauarbeiten mit Durch- und Unterquerung der Heerstraße begannen Anfang August 2009 begonnen und sind mit der Herstellung der Straßenoberflächen im Wesentlichen Ende August 2010 abgeschlossen gewesen. Die Übergabe der Straßen an das Land Berlin erfolgte zum Jahreswechsel 2010 auf 2011.

Leistungen der L S H:

  • Aufstellung und laufende Fortschreibung der Kostenschätzung; Kostenermittlung als Entscheidungsgrundlage für die Baudurchführung
  • Endverhandlung des Städtebaulichen Vertrages
  • Vollständige Verhandlung des Erschließungsvertrages
  • Steuerung der Fachplaner für den Städtebau, Landschaftsbau, Erschließungsanlagen und Straßenbau
  • Abstimmung der privaten ökologischen Ausgleichsflächen mit der Unteren Naturschutzbehörde
  • Steuerung der Grundstücksneuordnung mit Planern, Tiefbauamt, Bauaufsicht, Vertriebsbeauftragten der Kirchengemeinde, Ö.b.V.I.
  • Ausschreibung der Leistungen, Vergabeverfahren und Überwachung der Durchführung von Abriss, Beräumung und Bergung des Oberbodens
  • Durchführung der Vergabe der Landschafts-, Tief-, Rohrleitungs- und Straßenbaumaßnahmen in drei öffentlichen Verfahren, teilweise gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben
  • Projektsteuerung während der Baumaßnahmen
  • Abnahmen und Übergabe der Straßen an das Land Berlin
  • Schlussabrechnung der Gesamtmaßnahme.
Ansprechpartner: Kai Haehn

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